Wundheilung

Je mehr physiologische Reize während der Wundheilung auf das heilende Gewebe einwirken, desto weniger Narbengewebe wird gebildet und die Funktion der Struktur kann wieder hergestellt werden.

 
 

Valley Tipp

Darauf sollten Sie bei der Wundpflege achten...

 
 
 

Medizinische Box

1. Entzündungsphase 0 - 5 Tage

• Blutstillung: durch Gefäßverängung und Bildung eines Eiweißpropfs/Gerinnsels

• Wundreinigung: Durch eine Gefäßerweiterung in der Umgebung der Verletzung, werden vermehrt Makrophagen (sind große, bewegliche, einkernige Zellen, die zum zellulären Immunsystem gehören) mit dem Blut angeschwemmt, um die eingedrungenen Bakterien zu Bekämpfen.

• Der oberflächliche Wundverschluss beginnt durch Epidermiszellen (Oberhautzellen) die in das Gerinnsel einsprossen.

• Unter dem Eiweißpfropf bildet sich Garnulationsgewebe aus neuen Blutgefäßen und Fibroblasten.

2. Proliferationsphase 5 - 21 Tag

• Makrophagen bauen Blutgerinnsel ab.

• Es wandern vermehrt Fibroblasten ein und vermehren sich durch Zellteilung.

• Die Durchblutung wir durch Gefäßneubildung der verletzten Gefäße wieder hergestellt

• Fibroblasten beginnen mit der Produktion von kollagenen Fasern (Typ 3) um den Defekt auszufüllen

• Einige Fibroblasten werden Miofibroblasten und helfen beim Zusammenziehen der Wunde

3. Umbauphase 21 Tage – 1 Jahr

• Stärkere Kollagenfasern (Typ1) werden produziert

• Typ 3 Fasern werden abgebaut

• Typ 1 Fasern organisieren sich entsprechend dem wieder vermehrt einwirkenden Zug

• Die kollagenen Fasern werden dicker und die Narbe wir kontinuierlich fester, erreicht aber nicht die Zugfestigkeit der der ungeschädigten Haut

 

 
 

Achtung

Typische Entzündungszeichen:

Rötung, Schwellung, Schmerzen, Temperaturerhöhung und Funktionsbeeinträchtigung des Gelenks